Projekt Ghana: Bibeln in Brailleschrift für blinde Schüler – Gottes Wort mit den Händen greifen!

Die Ghanaische Bibelgesellschaft arbeitet eng mit sechs Blindenschulen in allen Teilen des Landes zusammen. Das Angebot an Literatur in Braille-Schrift ist gering, die Bücher sind teuer, die Wege zu den Schulen mühsam und weit. Umso größer ist die Freude unter den Schülern, wenn sie eine Bibel in Braille mit altersgerechtem Inhalt bekommen.

Die Weltbibelhilfe finanziert den Druck und unterstützt die Verteilung von Schulmaterial für sehbehinderte Schülerinnen und Schüler in Ghana.

So helfen Sie den sehbehinderten jungen Christen in Ghana:

28 EUR
84 EUR
110 EUR

Für 28 Euro finanzieren Sie: Geschichten aus dem Neuen Testament in Braille-Schrift für drei blinde Schüler.

Für 84 Euro finanzieren Sie: Drei komplette Sets Kinderbibeln in Braille, jeweils acht Bände.

Für 110 Euro finanzieren Sie: Zehn Arbeitshefte "Übernimm Verantwortung" in Blindenschrift.

Adjoa hat bei uns in Akropong Lesen gelernt, berichtet Schulleiterin Mahela Narh. Adjoa ist blind, deshalb musste sie lernen, mit den Händen die Punkte der sogenannten Braille-Schrift zu ertasten. Auch ihr Mitschüler Kwame ist ein begeisterter Braille-Leser. Er war als Kind im Busch ausgesetzt worden und kam zu uns an die Schule, nachdem ihn jemand gefunden hatte. Mit den biblischen Schriften in Braille, die wir von der Ghanaischen Bibelgesellschaft bekommen, können wir die Kinder auf ihrem Weg in eine gute Zukunft begleiten. Zum neuen Schuljahr erwarten wir viele neue Schüler. Für sie wie auch für unsere Älteren brauchen wir ganz dringend neue Bücher. Wir haben einfach viel zu wenig biblische Schriften in Braille.  Dabei wissen wir, wie wichtig gerade diese Bücher für unsere Kinder sind.
Die Bibel berührt sie tief im Inneren. Ich sehe deutlich, wie sehr dies ihr Leben verändert. Sie gewinnen Zuversicht und Vertrauen. Gottes Wort schenkt ihnen Licht in der Dunkelheit.

Nathanael Nunoo, Ghanaische Bibelgesellschaft

Dass wir sehende Kinder und Jugendliche mit Schulbibeln versorgen, hat eine lange Tradition. Doch als wir wieder einmal mit unserem Lieferwagen in der Gegend von Accra unterwegs waren, fiel uns plötzlich auf, dass wir an einer Schule stets vorbeifuhren. Sie stand nicht auf unserer Liste. Wir rätselten, woran das lag, und hielten spontan an. Als wir näher kamen, wussten wir plötzlich den Grund: Es war eine Schule für blinde Kinder und Jugendliche! Schlagartig wurde uns bewusst, dass wir diese jungen Menschen bisher voll- kommen übersehen hatten. So fing alles an. Unser erster Besuch veränderte viel. Seit diesem Tag fühlen wir uns in besonderer Weise auch für die Nichtsehenden verantwortlich. Nachdem wir die ersten Braille-Bücher vorbeigebracht hatten, meldeten sich sofort weitere Schulen im ganzen Land, die ebenfalls Schriften brauchten. Die Wege sind weit und die Fahrten anstrengend, die Straßenverhältnisse oft extrem. Und trotzdem: Wir wollen auch diesen jungen Menschen Braille-Bibeln bringen. Sie haben in ihrem Leben schon viel Isolation und Ausgrenzung erfahren. Die Bibelgesellschaft will hier ein anderes Beispiel geben. Wenn wir heute zu Besuch kommen, herrscht fröhliche Aufregung, Lachen und Gesang empfangen uns. Mit Freude und Dankbarkeit werden wir verabschiedet – bis zum nächsten Mal! Die Kinder erzählen uns: Ihr Leben ist hell geworden durch unsere Besuche und durch Gottes Wort, das sie nun lesen können. Bitte unterstützen Sie diese Aufgabe mit Ihrer Spende!

Ein wichtiges Thema für die blinden jungen Menschen ist der Umgang mit dem anderen Geschlecht. Gottes Wort kann die Heranwachsenden dabei stärken. Blinde Menschen erfahren meist wenig Nähe, manchmal sogar in der eigenen Familie. In vielen Ländern Afrikas gilt Blindheit noch immer als Fluch; mit den Betroffenen will man nicht in Berührung kommen. Die Erfahrungen von Isolation und Alleinsein lasten schwer auf den Jugendlichen. Umso mehr sehnen sie sich nach Liebe und Zuwendung. Die Gefahr ist deshalb groß, dass sie von anderen ausgenutzt werden.

Wie kann den jungen Menschen vor diesem Hintergrund geholfen werden? Es gibt zwei Arbeitshefte, die in Braille-Schrift erschienen sind: Hier erfahren sie anhand biblischer Beispiele, was Verantwortung bedeutet. Sie erleben, dass Gottes Liebe ihnen Kraft gibt für einen respektvollen Umgang miteinander. Diese Arbeitshefte sind die einzigen Schriften in Braille, durch die sie miteinander und mit ihren Lehrern ins Gespräch kommen können über Liebe, Partnerschaft und das richtige Verhalten in einer Beziehung. Die Arbeitshefte heißen auf Deutsch „Übernimm Verantwortung“ und „Wo ist der gute Samariter heute“.

Damit sie diese Hefte lesen können, braucht es Ihre Unterstützung.

Danke für Ihre Spende!

Die Ghanaische Bibelgesellschaft arbeitet eng mit sechs Blindenschulen in allen Teilen des Landes zusammen. Das Angebot an Literatur in Braille-Schrift ist gering, die Bücher sind teuer, die Wege zu den Schulen mühsam und weit. Umso größer ist die Freude unter den Schülern, wenn sie eine Bibel in Braille mit altersgerechtem Inhalt bekommen. Weitere Bücher helfen Lehrern und Jugendlichen, das Thema Beziehungen im Unterricht verantwortungsvoll zu behandeln. Bitte spenden Sie für sehbehinderte Kinder und Jugendliche in Ghana!

Mausklick vergrößert Bilder

Ghana

Bevölkerung: 25,2 Millionen
Blind oder von Blindheit bedroht: geschätzt 1 Million.
Betroffen: 4 von 100 Menschen

Landesweit gibt es nur
sechs Blindenschulen (s. Karte).

Mahela Narh, Leiterin Blindenschule Akropong

Mahela Narh, Leiterin Blindenschule Akropong
Über 400 Kinder und Jugendliche besuchen die Blindenschule.