Projekt Syien: Flüchtlingsfamilien brauchen Schutz gegen Kälte und Hoffnung in großer Verzweiflung!

„Zum Weihnachtsfest hat Sturm Alexa bei Temperaturen von minus acht Grad bis zu 1,80 Meter hohen Schnee gebracht“, erzählt Munther Al-Namat, Generalsekretär der Jordanischen Bibelgesellschaft. „Die Stromversorgung war tagelang unterbrochen und wir sind Tag und Nacht im Einsatz gewesen, um den Flüchtlingsfamilien im Kampf gegen die Kälte beizustehen. Noch bis März müssen warme Kleidung, Decken und Heizgeräte verteilt werden." Die praktische Hilfe ist eine Seite der tätigen Nächstenliebe. Die Mitarbeiter der Jordanischen Bibelgesellschaft leisten aber weit mehr: Sie spenden den traumatisierten Kriegs- und Gewaltopfern auch Trost und seelischen Zuspruch - ohne Ansehen ihrer Religion. Durch unsere gemeinsame Unterstützung bekommen die Menschen Kraft und Mut. Unsere Hilfe muss weitergehen, damit die Menschen wieder hoffen können!

Der Vorrat geht zur Neige.

Die Jordanische Bibelgesellschaft unterstützt inzwischen jeden Monat über 750 Familien. Das sind über 4.400 Menschen, meist Frauen und Kinder. Im Herbst 2012 hatte es mit 250 Familien angefangen. Die Angst vor einem erneuten Wintereinbruch ist groß und wäre kaum zu verkraften. Der Vorrat an Decken und Heizgeräten geht zur Neige. Deshalb braucht es weitere Spenden aus Deutschland. Diese werden auch für Dinge des täglichen Bedarfs benötigt wie Essen, Baby-Nahrung, Hygiene-Artikel und Windeln. In insgesamt sieben Städten im Nordwesten Jordaniens helfen Freiwillige aus den Kirchen, um möglichst viele Flüchtlinge aus Syrien unterzubringen und zu versorgen. Diese brauchen nicht nur materielle Hilfe, sondern auch Trost und seelischen Zuspruch!

"Über 60 Freiwillige aus den Kirchen kümmern sich auch um die seelischen und spirituellen Wunden", berichtet Munter Al-Namat. "Angst, Trauer und Hoffnungslosigkeit haben sich tief in die Seelen der Menschen eingegraben." Kirchengemeinden bieten Treffen für Flüchtlingsfrauen an. Sie essen gemeinsam und berichten über getötete Angehörige und ihre Zukunftsängste. Freiwillige Mitarbeiter hören zu und beten mit den Frauen. Die Kinder werden vier Stunden lang betreut: sie spielen, hören Geschichten aus der Bibel und basteln. Zweimal im Monat wird ein Gemeinschaftsabend organisiert. Gottes Wort ist für viele neu, aber die Menschen sind offen. Dankbar nehmen sie Hilfe an. Helfen Sie, damit mehr syrische Familien Gottes Wort hören können!

In der grenznahen Stadt Mafraq besuchen die Helfer der Jordanischen Bibelgesellschaft eine achtköpfige Flüchtlingsfamilie. Sie haben für die Familie zwei kleine Zimmer als provisorische Unterkunft besorgt. Bei dem Besuch berichten die Eltern über Gewaltakte in ihrer Heimatstadt und die schrecklichen Umstände ihrer Flucht. Sie sind froh, dass ihnen jemand zuhört. Bevor die Helfer gehen, stellen sich alle im Kreis auf und beten für die Familie. Als die Helfer danach schon auf der Straße sind, läuft ihnen die älteste Tochter hinterher und sagt schüchtern: „Bitte gebt mir ein Buch mit biblischen Geschichten!“ – Mit Ihrer Unterstützung können die Helfer biblische Bücher weitergeben und Beistand leisten!

Spenden Sie syrischen Flüchtlingen Hoffnung:

130 EUR
75 EUR
20 EUR

Für 130 Euro finanzieren Sie: eine Woche Essen sowie ein warmes Obdach und Kleidung für eine Familie

Für 75 Euro finanzieren Sie: Decken für drei Familien oder einen Gasofen

Für 20 Euro finanzieren Sie: vier Kinderbibeln

"Ich danke Gott für euch!"

Ahmed mit Familie.

Die große Anteilnahme und liebevolle Fürsorge der Christen in Jordanien berührt die Menschen aus Syrien. Ahmed (Name v. d. Red. geändert) ist 44 Jahre alt und mit seiner Familie nach Jordanien geflüchtet. Seine Haltung gegenüber Christen hat sich geändert: Er ist aufgeschlossener geworden. „Ich danke Gott für euch“, sagt Ahmed als Muslim. „Christen sind ehrlich und helfen ohne Ansehen der Religion.“ Er bete für Frieden und Liebe zwischen den Menschen und wünsche der Kirche viel Erfolg. „Unser Land war einst ein Paradies. Nun ist es zerstört. Aber wir werden heimkehren und es wieder aufbauen.“

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Flüchtlingslager Za'atry

132.000 Flüchtlinge (Dezember 2013)